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Osnabrück soll bis 2027 flächendeckend Glasfasernetz erhalten

Symbolfoto

Osnabrück. Es geht um eines der größten Zukunftsprojekte der kommenden Jahre in Osnabrück: Mit einer Investitionssumme von mehr als 100 Millionen Euro startet die Stadtwerke-Tochter SWO Netz jetzt ihre „Mission Glasraser“. Bis 2027 soll in ganz Osnabrück ein flächendeckendes Glasfasernetz verlegt werden, das rund 85.000 Haushalten den Zugang zu schnellem Internet ermöglich.

„Schnelles Internet ist nicht erst seit der Corona-Pandemie ein wichtiger Standortfaktor. Ein Glasfaseranschluss wird in Zeiten der Digitalisierung künftig so wichtig sein, wie ein Strom- oder Wasseranschluss. Für Osnabrück ist der Ausbau daher eine mehr als gute Nachricht“, sagt Oberbürgermeisterin Katharina Pötter. Schon in wenigen Monaten geht es los: Mit den beiden Ausbaugebieten in der vorderen Wüste und am Schölerberg beginnt die SWO Netz im Frühjahr mit dem Ausbau der Glasfaserleitungen und wird nach und nach alle Osnabrücker Stadtteile ans Lichtgeschwindigkeitsnetz anschließen.

Digitale Daseinsvorsorge

Einmal an das Glasfasernetz angeschlossen, können die Osnabrückerinnen und Osnabrücker dank FTTH-Bauweise von Geschwindigkeiten bis zu 1.000 Mbit/s profitieren. Die Datenübertragung mit herkömmlichen Kupferkabeln dagegen ist langsamer und zudem störungsanfälliger. „Breitbandanschlüsse sind ein unverzichtbares Stück Lebensqualität für die Menschen in Osnabrück. Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes betreiben wir im wahrsten Sinne des Wortes digitale Daseinsvorsorge“, bekräftigt Stadtwerke-Vorstandsvorsitzender Christoph Hüls.

650 Kilometer Glasfaserverteilnetz

Konkret wird die Stadtwerke-Netztochter in den kommenden sechs Jahren ein Glasfaserverteilnetz von rund 650 Kilometern Länge bauen. „Wir sind die Netzinfrastrukturexperten in Osnabrück und daher der richtige Akteur, um den Glasfaserausbau in der Stadt zu übernehmen. In unsere ,Mission Glasraser‘ werden wir mehr als 100 Millionen Euro investieren“, sagt Matthias Hackmann, Leiter Netzbau bei der SWO Netz. In Teilen des Ausbaugebiets wird die Stadtwerke-Netztochter bestehende Leerrohre nutzen, die bei vorangegangenen Bauvorhaben schon ins Erdreich gelegt wurden.

GFNW als Partner des Glasfaserausbaus

Partner beim Glasfaserausbau ist das Oldenburger Unternehmen Glasfaser Nordwest, ein Gemeinschaftsunternehmen von Telekom und EWE. Zwischen den Partnern wird es eine klare Aufgabenverteilung geben: Die SWO Netz wird in den kommenden Jahren das sogenannte passive Netz bauen – also vereinfacht gesagt die Glasfasern in die Erde bringen. Glasfaser Nordwest errichtet hingegen das „aktive Netz“ – also die Netzknotenpunkte – und kümmert sich später um die Installation der Hausanschlüsse. „Mit unseren Ausbauprojekten in Sonnenhügel und Schinkel konnten wir den idealen Grundstein für den weiteren Breitbandausbau in Osnabrück setzen. Wir sorgen nun dafür, dass unsere zentralen Technikstandorte auch die anderen Stadtteile mit schnellem Internet versorgen können“, sagt Oliver Prostak, Geschäftsführer von Glasfaser Nordwest. Das Glasfasernetz wird nach seiner Fertigstellung dem gesamten Telekommunikationsmarkt diskriminierungsfrei zur Verfügung gestellt.

Startschuss fällt in der vorderen Wüste und am Schölerberg

Der Ausbau des Glasfasernetzes beginnt im kommenden Frühjahr in den Ausbaugebieten der vorderen Wüste (rund um die Laischaftsstraße) sowie am Schölerberg (rund um die Ertmannstraße). „Hier können wir schnell eine große Anzahl von Haushalten anschließen“, begründet Hackmann die Reihenfolge. „Die weitere Ausbaureihenfolge wird derzeit noch festgelegt.“ Die Anwohnerinnen und Anwohner in den jeweiligen Ausbaugebieten werden schriftlich über den Ausbaustart informiert. Mehr Infos gibt es unter www.swo-netz.de/glasfaser.

PM/Stadtwerke Osnabrück

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